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49.
Sind meine Kinder mein Hobby, oder was?! Als ich heute morgen nach der dritten Fünfstundennacht in Folge (und die nicht am Stück geschlafen, und das alles nach bereits insgesamt 8 Monaten nächtlichem Stillen und einem verdammten Umzug) habe ich heute morgen meine beiden Frühaufsteher angebrüllt und davon beim vormittäglichen mittlerweile doppelten Espresso in mein Handy erzählt, woraufhin ich ein Lächeln vom Nebentisch erhielt, das von Aufmunterung so weit entfernt war, wie Tchibo von Kaffee. Es war die pure Häme, die sich auch bald im Gespräch mit seiner später dazu stoßenden Tischgesellschaft Luft machte in Sätzen wie: Pfff, Frauen sind heute ja schon von Kindern überfordert. Kinder wollen, aber es dann nicht aushalten können. Aber Kaffee trinken. Bei seinem zweiten Cappuccino dann lehnte er sich seufzend zurück und begann von seinem brutalen Job zu berichten, ach so brutal, der arme Wicht muss nun schon die zweite Woche Überstunden schieben und der Chef sei ja so fordernd, mit nichts zufrieden zu stellen, er könne nachts kaum noch richtig schlafen. Hiermit - und ich hoffe, er liest blöde Babyblogs - antworte ich ihm: Pfff, Männer sind ja heute schon vom Arbeitsalltag überfordert. Tolle Jobs wollen, aber es dann nicht aushalten können. Aber Kaffee trinken. Verdammt, und der Kerl gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. Da sollte man ihn grad ins Müttergenesungswerk reisen lassen.
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48.
Ich lass es mir drauftätowieren, ok? Mitten auf die Stirn. Seid ihr dann zufrieden? Ja? Lasst ihr mich dann endlich in Ruhe? Darf ich dann endlich rumlaufen, ohne dass mir den Augen gerollt und hinterhergezischt, an mir und meinen Kindern sämtliche Schamgrenzen übertretend rumgezubbelt und gegrabscht wird? Hier mitten in mein Gesicht rein lasse ich es hinschreiben. Nur für euch. Gut leserlich, von mir aus in Times New Roman 24 Punkt, von mir aus 20 Mal, damit auch die alten Hexen es ganz leicht lesen können:
ICH KANN ES NICHT UND WERDE ES AUCH NIE LERNEN
Und alles anderen können es viel viel, um nicht zu sagen fiehl besser als ich. Wie um alles in der Welt konnte ich nur davon ausgehen dass ich eine gute Mutter sein könnte. Niemals. Ganz Karlsruhe über 50 hat mir mittlerweile vermitteln, dass ich das nicht kann. Ich kann keine Mützchen bei 30°C anziehen. Ich kann keinen fetten 800,- € Kinderwagen schieben. Ich kann keine fünf Paar selbstgestrickte Söckchen übereinanderziehen, die dann auch noch an bleiben. Ich kann kein Rinderfleisch breifein pürieren. Wie kann ich nur ein Kind im Park auf dem Boden wickeln? Bei frischer Luft? Da holt es doch den Tod? (Was man sich zugegebenermaßen manchmal wünschen würde, aber das darf man um Himmels willen nie öffentlich zugeben, sonst haben sie es ja immer gewusst, die jungen Mütter von heute, anzeigen sollte man die, was macht denn das Jugendamt die ganze Zeit, alles bloß verräumte HartzIVler da, alle selber ein Fall fürs Amt, das hätte es unter Hitler nicht ..... hier höre ich auf und buche mir einen 36,-€-Flug nach Hollywood zu Kat von D. Unsere BP-Gattin hat schließlich auch eins. Und vielleicht lassen sie mich dann endlich endlich in Ruhe.....)
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47.
Die Breiphase soll beginnen. Laut Beki schon viel früher, laut Hebi erst viel später. Aber was soll die Wissenschaft und das Expertentum denn schon anderes tun, als sich trefflich streiten. Wurscht. Die Breiphase beginnt halt jetzt. Dachte ich. Meine Nummer zwei denkt darüber aber anders. Sorten, Zeiten, Temperaturen, sogar verschiedene Löffel - wir haben alles durchprobiert. Das Ergebnis endete immer als mehr oder weniger farbige Flecken vor meinen Füßen, erst im Shabby Chic Design, nun eher einem Stalagmiten gleich emporwachsend. Schließlich briet ich ihm ein Steak und beglotzte offenen Mundes, wie es mit zwei halben Zähnchen das saftige perfekt auf den Punkt medium durchgebratene Stückchen Bio-Öko-Tantramantra-Rindersteak zerfetzte und - jawohl - auffraß. Sofort entschloss ich mich, auf den rasant wachsenden Markt für Elternratgeber aufzuspringen und ein völlig neuartiges Buch über babygerechte Beikosteinführung zu schreiben. Leider wäre es ein guttenplag geworden. Eine Canadierin hat das schon vor mir entdeckt (mit einer Argentinierin hätte ich ja vl. noch gerechnet) und erfolgreich als BLW vermarktet. Ich bring sie um!
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46.
Heute fuhr eins dieser kleinen runden schwarzen Frauenautos an mir vorbei. Auf dem Heck ein Aufkleber: Für mehr Farbe im Plenarsaal: FDP. Frage mich, ob Farbbeutel nicht wirkungsvoller wären...
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45.
Es gibt ihn sogar unter Müttern. Wettbewerb. Unterschwellig, nicht offen ausgesprochen. Aber immer präsent. Ich hab aber mehr Kinder als du. Auch die paar Väter, die den Namen verdienen, spielen mit. Sogar noch offensiver. Auf dem Spielplatz und an der Theke ist nur der richtiger Vater, der schon das xte Kind gewickelt hat. Und nur die gilt als Mutter, die seit Jahren nachts keine zwei Stunden am Stück mehr geschlafen hat. Dabei flöte ich aufs Muttersein. Der einzige Feierabend ist die Tasse Kaffee morgens, wenn der eine friedlich spielt und der andere schläft, immer begleitet von den bösen Blicken der Bascha-Mika-LeserInnen. Sind die Kinder nicht ruhig, hat man a) nichts vom Feierabend und b) seine Kinder nicht im Griff. Sowieso zieht man sie am selben Tag am selben Ort und zur selben Uhrzeit und ohne plötzlichen Wetterumschwung gleichzeitig viel zu warm und viel zu kalt an. Und stillen soll man ja plötzlich auch wieder nicht - wegen der Allergien. Obwohl es noch vor zwei Jahren hieß, man müsse stillen, mindestens zwei Jahre, wenn nicht noch viel länger - wegen der Allergien. Aber stillen ist ja politisch inkorrekt und fesselt die Fachkraft Frau aus dem Prenzlauer Berg ans Latte-Macchiato-Glas, obwohl sie das gar nicht will. Hä? Wenn mein Kleiner nicht mittlerweile das Lächeln gelernt hätte, ich würde anfangen mich mit saurer Muttermilch zu vergiften.
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44.
Meine Kinder müssen beschlossen haben, den Prozess meiner ganz postmortalen Seligsprechung zu beschleunigen und mich schon zu Lebzeiten zu einer zweiten Mutter Theresa zu machen: Santa Maria, und zwar pronto! Jedenfalls sind sie krank. Und - oh Wunder - immer dann, wenn ich sie als geheilt in den Kindergarten entlassen habe, erkranken sie von Neuem. Da wäre selbst Franzjosefpaul der Zweite vor Neid erblasst. So viel nächtliche Geißelung auf einmal, das hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Sonst hätte er das Keuschheitsgelübde aufgehoben. Subito!
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43.
Und trotzdem gibt es Unterschiede zwischen dem ersten und dem zweiten Kind. Zwar hat man sich an durchweichte Hosen, unmögliche Schlafenszeiten und eine Dezibelstärke in Ohrnähe, die jeder Arbeiterschutzmaßnahme spottet, gewöhnt, aber eins ist doch neu: der Ohrwurm. Kinderlieder haben etwas verstörend Einprägsames. So sehr, dass sie bei nächtlicher Ruhestörung nahtlos weiterdudeln. Da tanzen hundert Katzen auf einem Bein, Puff the magic dragon fliegt durch sein ewiges Drachenleben und Myriaden an Kuckucks werden - simsalabimbambasaladusaladim - erschossen. Leider nur mit halbvollständigem Text. Nachts hängt die Platte. Es ist grauenvoll. Sozusagen die libysche Schlaffolter für Fortgeschrittene.
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42.
Nach einer aus Viertelstundenschläfchen bestehenden Nacht (oh ja, ich würde gerne mit der libyschen Schlafentzugsfolter tauschen. Hmm, Schlaaafentzugsfolter. Mal wieder eine Stunde am Stück schlafen, oder sogar zwei...? Hmm.), habe ich heute die UN dazu aufgerufen, die No-Cry-Zone über meinem Haus auszurufen und wenn nötig militärisch zu sichern. Man kann den kleinen Terroristen nicht früh genug beibringen, wer das letzte Machtwort hat. Leider schlägt sich der Drei-Wochen-Aufständische trotz mangelnder Kenntnisse und fehlender Ausrüstung erstaunlich hartnäckig. Wäre er ein Pferd, könnte ich ihn Totilas II taufen. Die Piaffe strampelt er schon mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Immer auf die volle Brust, im Besten Fall auf die entzündete. Eine phänomenale Treffsicherheit. Bei 40° Fieber überlegt sich jede Mutter ernsthaft, ob sie ihren Liebling wirklich behalten oder vielleicht doch lieber an einen interessierten Züchter verscherbeln will.
PS: Interessierte Züchter, will sagen, liquide interessierte Züchter können sich gerne bei mir melden.
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41.
Welcher Idiot ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass Kinder Geschwister brauchen. Ich stehe zwei Wochen vor dem nächsten errechneten Geburtstermin und bin sowas von aufgeweicht physisch und psychisch, emotional und so weiter, das ist schon jenseits von allen guten und bösen Hormonen. "Seien Sie doch froh. Unter der Geburt müssen Sie weich werden, um sich öffnen zu können. So haben Sie es leichter." Super! Die Außenwelt debattiert über die Frauenquote und ich perfektioniere meine soft skills. Außerdem finde ich, dass ich für die Geburt nicht bezahlen, sondern Geld bekommen sollte. Einen satten Bonus für jede Wehe. Ha! Das wäre doch die ideale Rache an den bösen Bankern, wenn sie rückwirkend für jede erhaltene vierstellige Bonussumme eine Wehe veratmen müssten. Die würden die Kohle ganz fix wieder rausrücken. Werde mich demnächst als Autorin für den nächsten Anti-Mami-Ratgeber anmelden gesponsert von der "Bundesdeutschen Initiative für Frauen in Spitzenpositionen" kurz "BiFiS e.V." und der Bayer Schering Pharma AG.
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40.
Habe endlich meine Leidensgenossin gefunden: Die Mutter des kleinen Timmy (9), Stalking-Opfer ihres eigenen Sohnes. Sie hat es geschafft, eine einstweilige Verfügung der Polizei gegen ihren Sohn zu erwirken. Nach 9 Jahren Dauerstalking, Babyfonterror und Ignoranz gegenüber jeglichen Zurückweisungsversuchen - gleich ob verbal oder brutal - darf sich Timmy seiner Mutter nur noch bis auf 200 Meter nähern. Neun Jahre. Was für eine Leidensgeschichte verbirgt sich hinter dieser Zeitangabe. Liebe Mütter, auf der Seite Mütter-Opfer-Online-Versand (moov.com) gibt es auf besondere Kundinnennachfrage mittlerweile Pfefferspray im Sparpaket, elf Stück zum Preis von zehn. Bei der derzeitigen Kindergeldbemessung ein lohnenswerter Hinweis.
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39.
Wer behauptet, dass die Trotzphase erst mit 2 Jahren beginnt, kann mir ab sofort mal beim Laternelaufen begegnen. "Ich will" und vor allem "Ich will nicht" - das schafft auch mein noch nicht einmal Anderthalbjähriger, und zwar vehement genug, dass die Polizei schon anrücken musste. Einmal wegen Ruhestörung. Einmal wegen Verdacht auf Massenschlägerei. Einmal wegen Verdacht auf Vergewaltigung. Habe ihn auch gleich angezeigt. Fühle mich ganz schön missbraucht mittlerweile. "Gib mir das, sonst schrei ich." Ich dachte, Erpressung sei eine Straftat. Klare Anzeige. U-Haft. Weg mit dem kleinen Biest für ein paar Tage. Wurde aber von den überaus kompetenten Beamten in Sachen Strafmündigkeit belehrt. Wieso führt man nicht die vorsorgliche Sicherungsverwahrung für Ein- bis Dreijährige ein? Muss dringend mal mit Frau Susanne Baer sprechen.
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38.
Ja, es kann sprechen. Die Artikulation ähnelt zwar noch ein wenig dem Himba-Dialekt, aber die Silben beginnen sich zu teilen und zu dezidieren, wie eine gesunde Bakterienkultur. V.a. die üppige Verwendung von Synonymen fasziniert die Linguistin in mir. "Tu" beispielsweise steht für Turm und Zug, Stuhl und Staubsauger. Bei letzterem wird wohl der onomatopoetische Effekt ausschlaggebend gewesen sein. Schließlich macht der Staubsauger "tuuu" - oder so ähnlich. Jede einzelne Straßenbahn wird mit einem brüllenden "Tataa" begrüßt, und zwar so lange, bis die elterliche Begleitung ebenfalls Tataa brüllt. Mach dich also lieber gleich zum Affen, Mama. Und a propos Mama. "Mama" ist das Wort, das wildfremden Menschen entgegengeschleudert wird, wobei ebeso laut auf das diese Bedeutung tragende Wegen gedeutet wird. Hunde pinkeln, um ihr Revier zu markieren, es gröhlt Mama. Am liebsten in der KiTa. Oho. Ja, wir haben einen KiTa-Platz. Einen dieser heißbegehrten, unbezahlbaren KiTa-Plätze, die in Krabbelgruppen wie heißes Koks gedealt werden. Sobald man sein Piece hat, fragt man nicht mehr, wo der Stoff herkommt. Wer braucht schon pädagogische Konzepte, kindgerecht gestaltete Spielecken und Grünflächen für kleine Entdecker. Pah! Sowas ist für Anfänger. Für Eltern, die noch keine Ahnung vom echten Leben. Von "Zukünftigen", die noch "guter Hoffnung" sind und noch mit Ökotest-Formularen durch die Kaufhäuser ziehen. Nun beginnt also die aufregende Zeit der Eingewöhnung. Vier Habichtsmütter sitzen in ihren Ecken und gucken den freundlichen Erziehern auf ihre Finger. Den Kindern ist das schnurz. Die spielen, hauen sich, brüllen, klettern, fallen um, und finden die pädagogisch wertvollen Spielsachen nach etwa einer Stunde regelmäßig sterbenslangweilig. Wo sind die glitzernden Bierflaschenscherben? Die orangeleuchtenden Zigarettenkippen? Wo sind die dröhnenden, stinkenden Blechmülltonnen, die einem die täglich aufgedonnerten Spaziergänge so versüßen? Manchmal hat man den Eindruck, die gesunden und wertvollen Holzspielsachen sind mehr für die Erzieher als für die Kids. Meiner jedenfalls brüllt im 5-Minuten-Abstand Mama und zeigt seiner, dass ich da bin und da hin gehöre, und dass er NIEMALS irgendwo ohne mich (oder seinen Papa) hingehen wird, und wenn sie Kopfstand macht. Dabei macht sie das sogar. Ich habe das Glück als KiTa-Junkie an richtig guten Stoff geraten zu sein. Ist dem verwöhnten Bengel aber wurscht. Die anderen Mütter gehen schon arbeiten, ich versuche immernoch einzugewöhnen, d.h. mit Aufmerksamkeit heuchelnden Augen im Eck zu sitzen und die Zeit heimlich runterzudösen. Dabei versorgen mich die netten Erzieher sogar mit Kaffee und Kissen. Vielleicht sollte mein Sohn einfach mal gehen. Er hat mich gut eingewöhnt. Ich fühle mich in meiner Ecke schon sehr zu Hause. Ich werde Tschüss sagen, ein bisschen weinen, mich von meiner Bezugserzieherin trösten lassen, ein bisschen spielen, und wenn mein Sohn mich pünktlich (!) zur vereinbarten Zeit abholen kommt, werde ich auf ihn zeigen und lauthals brüllen: "Sohn!"
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Ursache und Wirkung - auch das hat es nun gelernt: Wenn ich ein kleineres Baby haue, dann schreit es. Leider haben diese Biester noch keine Ahnung von der deduktiven Methode, muss alles noch induktiv gehen und immer und immer wieder bestätigt werden. Ursache und Wirkung. Hauen und Brüllen. Den anderen Müttern trete ich nur noch mit Sonnenbrille und Fahrradhelm gegenüber. Ich kenne Ursache und Wirkung nämlich schon. Ich brauche kein quod erat demonstrandum mehr.
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36.
Es kann jetzt "danke" sagen. Ziemlich deutlich sogar. Also es klingt richtig wie "danke". Es hat auch begriffen, dass danke was mit nehmen und geben und bekommen zu tun hat. Das war wohl der Fehler. Es sagt also danke, meint aber nicht danke. Leider nicht. Jedenfalls nicht aus Höflichkeit. Es sagt danke und meint damit: "Gib mir das und zwar sofort, sonst schrei ich." Hmpf!
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35.
Bei der letzten Erkältung musste es zwei Mal nacheinander so heftig niesen, während es an der Spielzeugtruhe stand, dass es sich aus der Wucht des Niesens heraus den Kopf so dermaßen auf den Truhendeckel geschmettert hat, dass es danach als zweitletztes Einhorn rumeiern musste. Der Vater hat großartig reagiert und einen Spaß daraus gemacht. Jedes Mal wenn es fortan niesen musste, nieste der Vater ebenfalls und tat dabei so, als würde er sich den Kopf anschlagen. Seitdem hat die kleine Bazille nichts besseres zu tun, als in aller Öffentlichkeit ihre sterbensverschnupfte Mutter zu verarschen, indem sie jede ihrer Niesattacken mit "Hatzi! Hatzi!" kommentiert und sich gröhlend die Hand vor die Stirn haut. Der Erfolg ist atemberaubend: Halb Karlsruhe liegt am Boden und krümmt sich vor Lachen. Ich gehe nur noch mit Gasmaske vor die Tür...
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34.
Hmmm, lecker! Blumenerde, Klobürste, Spinnweben, am besten noch mit irgendwas drin, was zappelt - man sollte meinen, der Zwerg muss bei seiner Mutter darben. Aber nein. Es offenbart nur menschenunübliche Geschmacksvorlieben. Müll statt Milch, Brackwasser statt Brei, Kehricht statt Keks. Vermute stark, dass alles ein ganz großes Versehen ist, und es in Wahrheit der Familie der Bacteriaceae angehört. Auch praktisch. Eine hauseigene Müllwiederaufbereitungsanlage. Bleibt die Frage, wie sich die vom zahnenden Mikrobacter freigesetzte Energie aus seiner Windel nutzbar machen lässt....
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33.
Der Zwerg ist mir eine große Hilfe geworden beim täglichen Altglas umwerfen, Altpapier ausräumen und zerfetzen, Regale und Schubladen ausräumen, Inhalt breitflächig verstreuen, Wäsche entfalten, Essen umeinanderschmeißen, Klopapier abrollen und auf die Schnauze fallen. Wie schnell man sich daran gewöhnt! Habe meinen babyfreien Morgen damit zugebracht, Tageszeitung und Müsli zu gleichen Teilen in den Laminat einzuarbeiten, aber im Vergleich zu dem kleinen Vollprofi bin ich noch ein Bachelorstudent, ein Werkrealschulschüler, eine kleine Praktikantin. Die größte Hilfe ist es mir aber, wenn es sich weigert. Es kann sich großartig weigern. Haben Sie es mal miterlebt, wenn ein Baby sich weigert? Es ist sehr buddhistisch. Es befindet sich ganz im Hier und Jetzt und tut nichts anderes, als sich zu weigern. Es kritisiert sich nicht dafür, dass es sich weigert. Es schämt sich nicht dafür, dass es sich weigert. Es erwartet Applaus und unverzüglichen Gehorsam. Allen, die ein Problem damit haben, Nein zu sagen, kann ich nur raten, sichern Sie sich einen Schulungsplatz bei einem Baby. Für einen Crashkurs bin ich gerne bereit, meins stundenweise zur Verfügung zu stellen. Der Stundenlohn orientiert sich an den ortsüblichen Vorstellungen von Dr. Jürgen Rüttgers & Co.
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32.
Die Zeit wird reif für die ultimative Mutterkur: Ich sollte mich für eine Runde Schlafentzugsfolter in Libyen anmelden. Wetten, dass ich mich dort mal so richtig erholen könnte? Mal zwei Stunden am Stück schlafen - Luxus pur. Wer in das Innenleben von Zombies blicken möchte, kann mich gerne aufschnippeln. Man braucht mich nur vorher einschlafen zu lassen, das macht jede Narkose überflüssig. Vielleicht ein Tip für den kleinen Rösler? Spar Narkosemittel, gib dem Patienten eine Woche vor der OP jede Nacht ein Neunmonatsmonster.
PS: Das ist ein Hilferuf....
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31.
Krabbelgruppen sind die Anonymen Alkoholiker für Muttis. Man beginnt mit Gesängen, d.h. einfachste C-Dur-Melodien im Vier-Vierteltakt mit dazugehörenden raumgreifenden Gebärden, die möglichst weit entfernte Tierarten darstellen sollen, Tiger, Krokodile usw., und den Kleinstkindern jedes Mal einen riesigen Schrecken einjagen. Meinem zumindest. Er kann es nicht leiden im Sitzkreis rhythmisch angeklatscht, beschnipst und aufgefressen zu werden. Er genießt eher die anschließende Spielzeit, lutscht fremden Kindersabber vom Spielzeug, haut und kratzt die ihm erreichbaren Babys und brüllt sie empört an, wenn sie sich wehren. Die Anonymen Mütter (man kennt sie nur als Paul-Mama oder Leonie-Mama) nutzen die Zeit, um die neuesten Neuigkeiten über Brei und Stuhlgang auszutauschen. Eine neue weltfremde Welt tut sich auf. Woanders werden Minarette verboten, und ich singe vom Krokodil im Nil und vom Elefant im Morgenland und beobachte den Zwerg, der meiner Sitznachbarin und alle Liedtexte auswendig beherrschenden und Babybrei immer! nur! bio! selbstkochenden! Vollblutmutter Milch mit Gläschenpastinake vor den Fuß kotzt. Manchmal ist er mir doch richtig sympatisch...
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30.
Kinder machen Lärm und Schmutz. Sie sind ungezogen und denken, ihre Eltern sind ihre ganz persönliches Privatfernsehen. Ohne Werbepause. Bin ich Animatrice? Warum sitze ich dann im glibbrigen deutschen Dezemberregen und nicht unter der warmen Sonne des Südens und zwar mit Arbeitsvertrag und festen Ruhezeiten, bezahltem Urlaub und der göttlichen Möglichkeit, im Krankheitsfall ein Attest einzureichen und sich im Bett zu verkriechen? Wer hat das Kinderkriegen erfunden? Man möge ihm das Patent aberkennen.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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29.
Selbstmordgefährdet? Kein Problem. Hier eine ganz neue Variante, sich ins Jenseits zu befördern, bzw. befördern zu lassen. Beleidigen Sie Kinder. In Gegenwart ihrer Mütter. Je kleiner das Kind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Tod bald eintritt. Hätte ich mir in meinem vorigen, durchaus pazifistisch orientierten Leben vorstellen können, einmal ein derartiges Gewaltpotential zu besitzen, ich hätte mich verdampfen lassen. So aber müssen skrupellose Autofahrer und kinderinsultierende Mitmenschen mit meiner Sterbehilfe rechnen. Tut mir leid. Das wusste ich vorher auch nicht, dass man als Mutter zu einem derart rabiaten Wesen mutiert. Bisher wurde mir immer suggeriert, dass Mütter sich aufopferungsvoll, fürsorglich und dabei stets liebevoll lächelnd um ihren Nachwuchs zu kümmern pflegen. Alles Lug und Trug. In jeder Mutter schlummert eine Bestie. Wecken Sie sie nur, wenn Sie es wirklich wollen. Im andern Fall greifen Sie zur Lüge. Das ist ok, es dient dem Schutz ihres eigenen Lebens. Dies ist eine Privatmitteilung, daher keine Garantie und Rückerstattung des verlorenen Lebens. Der Beleidiger trägt das volle Risiko.
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28.
Stellen Sie sich einen Samurai-Krieger vor, 70cm groß, kleine feiste Patschhändchen, der seinen ersten Zwieback vor die Nase gehalten bekommt und in ihm das Angesicht seines Erzfeindes erblickt. Oder eine Neutronenbombe, die in sekundenschnelle angesabberte staubfeine Zwiebackkrümel über drei Kilometer Umkreis verteilt. Mein Sohn am Frühstückstisch - das hat Vernichtungspotenzial. Potentielle Erfinder des Ganzkörperlätzchens, ach was, des Ganzwohnungslätzchens, mögen bei mir vorstellig werden.
PS: Auch der Besuch von Besen-, Wisch- und Staubsaugersüchtigen sei mir willkommen.
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27.
Man kommt sich vor wie am Bananenstand in der ehemaligen DDR. 80 Eltern versuchen ihre 40 Kinder für 5 freie Krippenplätze zu bewerben. Kein Wunder, dass das Gefühl "Als Mutter bin ich Kundin" nicht einstellt. Bittstellerin ist man, und der Service dementsprechend. 350 Euro im Monat zahlen soll ich dafür, dass mein Kind in einer mittelmäßigen weil unterbesetzen Einrichtung mit fragwürdigem pädagogischem Konzept "betreut" wird. Ha. Gewickelt und ins Eck gelegt. Schreien lassen kann ich ihn zu Hause billiger. Noch besser die Kita, in der man schon Einjährige in Gruppen mit so vielversprechenden Namen wie "Die Asiaten" oder "Die Naturforscher" verteilt. Nach nur vier Jahren erfolgreich absolvierter Kita wird die Hochschulreife summa cum laude ausgegeben. Besonders Begabte dürfen sich gleich für den Posten als Gesundheitsminister bewerben.
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26.
Nein, er ist kein Kotzbrocken mehr. Das hat sich sozusagen rausgewachsen. Jetzt ist er ein Schleimer. Er hat vor ein paar Tagen angefangen aber so was von zu sabbern, dass ich mir gestern Gummistiefel gekauft habe. Wenn das so weitergeht, muss ich aber demnächst auf Fischerstiefel umsteigen. Ein Glück wohne ich unterm Dach, d.h. der Schlabber versickert irgendwo beim Untermieter. Noch zumindest. Und wer glaubt, dass sie das nachts nicht tun, der irrt. Seit ebensovielen Nächten bin ich stolze Beschläferin einer zum Wasserbett mutierten Doppelmatratze. Uäääh!
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25.
Halleluja. Mein Sohn spricht. Naja, er sprach. Zumindest hat er gesprochen. Also zu sprechen versucht. Einmal jedenfalls. Gestern. Kurz nach dem Aufwachen wirft er plötzlich seine Arme in die Luft, rudert einmal quer über den Ozean, holt Luft, bis er beinahe zu bersten scheint, und wenn er hätte stehen können, hätte er sich auf die nächstgelegene Kanzel gestellt, öffnet seinen Mund, schaut mir fest und treuherzig in die Augen und sagt: "Glibb." Glibb. Was immer das sein soll. Da er ja ein Kind des neuen Jahrtausends ist, halte ich es für Netzjargon wie lol oder rofl, cul, dau, faq und fubar, ilu, snafu oder utfse. Ähnliches ist auch schon aus seinem Mund gekommen, von mir aber nicht als informationshaltige Sprache erkannt worden. Da sich mir die Semantik von Glibb auch noch nicht restlos erschlossen hat, bin ich auf Vorschläge gespannt.
PS: Great (things) lie (ahead), bye-bye? Google liberates (your) bum-brain? Glaub, ich brauch'n Bier?
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24.
Letzte Nacht war der Horror zu Besuch. Das Kind hat im Schlaf geschrien. Furchtbar geschrien. Ist vom eigenen Schreien erschreckt erwacht und hat noch mehr geschrien. Es war grausig. Wohl mehr für mich als für ihn. Als er merkte, dass er warm, weich und kuschelig bei mir im Bett lag, hörte er sofort auf, drehte sich rum, grunzte und schlief wieder ein. Ich hingegen lag lange noch zitternd da und versuchte mir auszumalen, welche Grauen ein Baby in seinem unschuldigen Träumen heimsuchen können. Windeln, die anfangen, ihre eiskalten Zipfel immer enger und enger um die Beinchen zu schlingen? Riesige Sekretabsauger, die sich zischend und stampfend vor den Nasenöffnungen versammeln? Milch die "Buh!" schreit, wenn man sie grade runterschlucken will? Vermutlich war es aber nur der Nachhall dieses miesen, kleinen, kurzschwänzigen, Personenkraftwagenfahrers, der direkt neben dem Babyfahrradanhäger seine 350 PS von 0 auf 100 in 0,5 sek. beschleunigt und allen unmotorisierten Lebewesen im Umkreis von 100m das Trommelfell weggeblasen hat. Dachte früher immer, Autohasser sind spießig. Irrtum. Autohasser sind gewalttätig!
PS: Ich liebe meinen Sohn. Wer ihm Alpträume verursacht, muss mit Morddrohungen rechnen, oder mit liebevollen Handgravierungen in der blechernen Behausung der 350 PS.
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23.
Nein, der Schnupfen ist immer noch nicht vorbei. Meiner schon. Seiner nicht. Nach einer fünf Mal wegen Stillen unterbrochenen Nacht (wer hat behauptet, dass die Gören mit soundsoviel Wochen anfangen längere Zeiteinheiten am Stück zu schlafen?!), wurde die sechste Schlafpause durch eine verstopfte Nase herbeigeführt. Ach was, verstopft ist gar kein Ausdruck. Hartverlötet. Stahlvernietet. Zubetoniert und vakuumverpackt. Mit Hammer und Meißel haben wir um halb fünf Uhr morgens haben wir versucht, den hartverbackenen Babyrotz zu untertunneln. Bin der Meinung, dass man Babys mit einem optionalen künstlichen Nasenausgang bestellen können sollte.
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22.
Immer öfter begegnet mir auf meinen Routen durch Stadt und Land ein Phänomen, das abens und wochenends zunimmt, aber - in unterschiedlichen Gemütsverfassungen - dennoch zu jeder Tages- und Nachtzeit zu sehen ist: Ein Paar Schiebträger. Einer von beiden schiebt den mit Flaschen und Taschen vollbehangenen Kinderwagen, der andere trägt das Kind. Es grenzt an Perversion, wie groß diese Kinderwägen mittlerweile sind. Analog zum Größenwahnsinn der Autos haben sich die Kinderschubsen multipliziert. Ein Indiz auf die überfettete Gesellschaft? Oder die Suggestion von Sicherheit in einem von Terror heimgesuchten Staat? (A propos, musste kürzlich beim Beantragen meines neuen Reisepasses meine Fingerabdrücke abgeben. "Ja, das ist ja nur zu Ihrer eigenen Sicherheit." Wieso hat man dann noch keine Pauschalsamenbank mit Samenproben von allen Männern um Vergewaltigungsfälle aufzuklären? "Sie können doch nicht alle Männer zu potentiellen Vergewaltigern machen!" - - Wo liegt nur mein Denkfehler...) Ich spare mir das Schieben und trage lieber gleich. Habe meinen Kinderwagen erst ein einziges Mal benutzt. Es ist sogar noch ein Jahr Garantie drauf. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir zum potentiellen Schiebträger bewerben...
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21.
Endlich! Mein Sohn ist 12 Wochen alt. Er betritt damit die Zeit, die vom Autor meiner neuen Bibel "Babyjahre" als das "Wonnealter der Kindheit" bezeichnet wird. "Das Kind ist zumeist von Grund auf zufrieden." Stimmt! Wenn er nicht gerade Blähungen hat, wütend, gelangweilt, müde oder hungrig ist, aufstoßen muss oder wegen sonstwas meint rumzetern zu müssen, ist er das reizendste Kind der Welt. Er gluckst und lächelt (zwar öfter zur orangenen Sternlampe als zur Mutter, aber immerhin), und schlabbert hingebungsvoll seine Fingerchen ab. Leider hört diese Wonnezeit schon im 6. Lebensmonat auf. Dann fangen die Gören an zu fremdeln, zu zahnen, haben Ängste und Tobsuchtsanfälle. Muss unbedingt den Garantieschein suchen und den Abschnitt mit der Rückgabefrist noch mal lesen.
PS: Zur Zeit liebe ich meinen Sohn tatsächlich.
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20.
Wie heißt das ultimative Baby-Folterinstrument? Es heißt "Nasensekretabsauger". Und sein Einsatz empfiehlt sich, wenn die kleine Schnupfennase so verrotzt ist, dass ein hungriges Baby nicht trinken kann, weil es sonst erstickt. Ein hungriges Baby ist aber leider nicht nur ein hungriges Baby. Es ist ein Löwe, ein sich von den Krämpfen seines leeren Magens krümmender, brüllender wilder Löwe, der alles anfällt, was sich einbildet, sich zwischen ihn und die Brustwarze zu stellen. Und da kommt der Nasensekretabsauger ins Spiel. Die an einem kleinen, quietschbunten Gummiballon befestigte Plastikdüse wird in die Stupsnase gesteckt und dann gesaugt. Die Dezibelstärke des darauffolgenden Gebrülls lässt jeden Harley-Davidson-Fan vor Neid erblassen. Versprochen.
PS: Ich versuche auch meinen verschnupften Sohn zu lieben...
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19.
Bauchweh gehört abgeschafft. Wollte schon eine Petition an den Bundestag schreiben, aber die meinten, das sei Ländersache. Das Land hat aber nicht genug Geld dafür. Außerdem sei ja Ferienzeit und da müssten dringend die Autobahnen ausgebessert und ausgebaut werden. Das habe auf jeden Fall die Priorität vor Bauchweh. Man könne sich ja nicht um alles kümmern, es müssten eben Kompromisse eingegangen werden, auch von den Bürgern, so sei halt das politische Geschäft, ich solle froh sein, damit nichts am Hut zu haben. Und überhaupt, wo sei den bitteschön meine Lobby? Ich sage, entschuldigen Sie bitte, aber sie ist ein er und heißt nicht Lobby sondern Jakob. Da haben sie mich rausgeschmissen, ich sei ja ein schöner Spaßvogel. Versteh einer die MdLs. Babybauchweh ist bitterer Ernst. Ich gründe nun die AdBG, die Assoziation deutscher Bauchweh-Gegner und Gegnerinnen e.V. Man wird mich ab sofort auf den zahlreichen deutschen Marktplätzen finden, wo ich dünnlich lächelnd und säuerlich riechend hinter meinen schlecht ausgedruckten Zetteln sitze und auf zahlreiche Unterschriften von euch allen hoffe.
PS: ...nessun dorma...
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18.
"Ach, wenn die Babies so klein sind, sind sie ja noch pflegeleicht. Da schlafen sie ja noch die ganze Zeit." Schlafen? Die ganze Zeit? Wer? Mein Baby? Nein. Das schläft nicht. Das ist auf Speed. Nachts vor allem. Abends muss sich von irgendwoher ein Dealer bei uns einschleichen und meinem Sohn eine gute Nase voll verabreichen. Hinter meinem Rücken. Frechheit. Ich bin dafür, dass mein Sohn ein offenes Verhältnis zu mir über seinen Drogenkonsum entwickelt. (Ich muss nämlich dringend mitmachen. Ohne Speed ist ein waches Baby nachts kaum auszuhalten.)
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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17.
Mein Sohn hat angefangen seine Spuckereien anzukündigen ... mit einem Lächeln. Ja, erst lächelt er, strahlend, dann ist eine kurze Pause, dann spritzt das zuletzt Getrunkene in hohem Bogen aus ihm heraus wie aus einem Gartenschlauch. Ist das nicht gemein? Bisher dachte ich immer, das erste Kinderlächeln sei ein Anlass zur Freude, kein Anlass zur Flucht.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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16.
So ein Tragetuch ist immer wieder für Kommentare gut. Letztens war der Vater unterwegs und überholte ein älteres Ehepaar. Die Frau: "Ach, es ist eine Schande. Früher im Osten, da hatten wir soo schöne Kinderwägen." Der Mann: "Das haben die sich von den Zigeunern abgeschaut." An dieser Stelle daher ein ganz großes Dankeschön an die Angehörigen der Sinti und Roma für die tragbare Alternative zu Ossi-Kinderwägen.
PS: Ich trage meinen Sohn.
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15.
Ein paar original kanadische Rezepte:
Baby Toast Recipies: yelling toast topped with grated acustic nerve hard tummy toast stuffed with flatulescence soaked diaper toast (who could resist that one) and super size hunger "give-me-more-milk-...-now!" toast
PS: Ich habe meinen Sohn zum Fressen gern...
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14.
Mein Schöffenkollege erzählte mir von einer furchtbaren Nacht: "Eine furchtbare Nacht, ich kann mich noch so gut an sie erinnern. Furchtbar. Mein Sohn, ein paar Wochen alt, ist alle zwei (2!) Stunden gekommen. Alle zwei (2!) Stunden, stellen Sie sich das mal vor! Ich dachte, ich werde verrückt. Hab zu meiner Frau gesagt, der fliegt raus. So kann ja kein Mensch schlafen. Alle zwei (2!) Stunden. Gott sei Dank war's dann nur eine Nacht. Dann ging's wieder. Das hätte ich ja nicht ausgehalten. Alle zwei (2!) Stunden. Und wie läuft's bei Ihnen so?" Ich habe geschwiegen. Alle zwei (2!) Stunden? Das ist bei uns normal. Das Schöne daran ist, dass man sich dran gewöhnt. Meistens. Manchmal will man den Schreihals auch erdolchen. Oder an die Wand pfeffern, wie mir ein anderer einfühlsamer Mensch von seinen Zweistundennächten berichtete. Das Dumme daran ist, dass sie wieder zurückdotzen.
PS: Ich liebe meinen (schlafenden) Sohn...
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13.
Wie ich auf eine Nettostillzeit von 7 Stunden und 45 Minuten am Teg komme, fragen Sie sich? Ganz einfach. Ich habe Buch geführt. Das war der Mittelwert. Nein, da habe ich noch nicht gewickelt. Nein, da rumtragen und trösten schlägt da auch nicht zu Buche. Allenfalls den Zwischenrülps habe ich nicht abgezogen. So! Und da komme mir noch einmal ein Mensch mit seinem ach-so-anstrengenden 8-Stunden-Job an fünf (5!) Tagen in der Woche. Acht Stunden am Tag stillsitzen, einem Typen beim Essen zusehen, den man sich nicht einmal seber ausgesucht hat und sich auch noch den Arm verrenken, damit er's auch ja bequem hat, alles andere wird sofort mit ungnädigem Gebrüll quittiert - da soll mal einer mit mir tauschen. Junge, Junge! Ich glaube, ich ändere das Erbrecht. Nach diesen sechs Monaten Dauerstillzeit bist du mir echt was schuldig!
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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12.
Nein, Stillen ist und ist und ist einfach nicht toll. Bändigen Sie einmal mit zwei Händen einen vor Hunger wild strampelnden Säugling, ein Stillhütchen, ein Stillkissen und eine Tasse, besser Kanne, Stilltee - lauter Must-haves moderner junger westeuropäischer Mütter. Stillhütchen? Stillkissen? Stilltee? Alles Misnomen. Korrekt müsste es heißen Lärmhütchen, Lärmkissen, Lärmtee. Und Lärmling. Wild um sich strampelnder Lärmling. Werde morgen aufs Standesamt gehen die Namensänderung für den Zwerg beantragen.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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11.
Überall, in jedem noch so schäbigen Ratgeber findet sich der Tipp für die junge Mutter: Schlafen Sie, wenn Ihr Kind schläft. Das Schlüsselwort ist das "wenn". Der permanente Schlafentzug ist ein Problem, aber obiger Tipp nicht unbedingt die Lösung. Stattdessen sollte man alles tun, was Energie gibt. Dazu gehört vor allem Essen und Trinken. Kochen Sie also, wenn ihr Kind schläft. Kochen Sie etwas Gutes und essen Sie es auf! Dass auch dieser Tipp seine Tücken hat, beweist, dass ich meiner Freundin, als sie eines Tages mit ihrer alten Mikrowelle und einer Kiste voll Fertignahrung vor der Tür stand ("Da, falls es mal mit einer Hand gehen muss."), beinahe die Füße geküsst hätte. Trinken Sie. Trinken Sie mindestens vier Liter Wasser jeden Tag. Verteilen Sie morgens in jedem Zimmer Wasserflaschen und trinken Sie sie aus. Und gehen Sie raus. Jeden Tag. Draußen stillen und wickeln ist anfangs komisch, aber es geht. Tatsächlich. Die Hebamme einer anderen Freundin von mir hat ihr einen Comic gezeichnet. Auf dem ersten Bild sieht man Mutter und Baby im Bett. Auf dem zweiten Bild steht die Mutter unter einem Duschkopf, auf dem dritten Bild hängt ihr eine triefende Zahnbürste aus dem Mund. Auf dem vierten und letzten Bild sieht man wieder Mutter und Baby im Bett. Drunter steht: "Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in den ersten Wochen nicht viel auf die Reihe bekommen. Wenn Sie es schaffen zu duschen und sich die Zähne zu putzen, war es ein guter Tag." Machen Sie jeden Tag zu einem guten Tag. Duschen Sie, putzen Sie sich die Zähne, erledigen Sie irgendwas, was sich nach Erfolg anfühlt. Und - feiern Sie. Gehen Sie auf ein Fest. Mit Kind. Oder schmeißen Sie selbst eine kleine Party (mit ausreichender Hilfe, damit Sie nicht ausbrennen). Vergessen Sie den Tipp mit dem Schlafen. Keine junge Mutter erhält genug Schlaf. Tun Sie stattdessen alles, was Ihnen Energie gibt (und verwenden Sie den Großteil dieser Energie für Ihr Baby).
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10.
Mein Sohn brüskiert mich. Im völlig überfüllten Regionalexpress, der mich am Freitag abend von Baden-Baden nach Karlsruhe bringen soll, fängt mein frisch gefütterter und gewickelter, fünf Wochen alter Sohn an lauthals schreiend um sich zu schlagen. Als junge Mutter bekommt man fast immer einen Sitzplatz. Bemerkenswerterweise sind es die älteren Frauen, die ihn anbieten. Diesmal habe ich den Platz angenommen und es bitter bereut. Die Frau, die für mich Platz machte, gehörte zu einem zehnköpfigen Nähkränzchen. Der freie Platz befand sich mitten in diesem Nähkränzchen. Und mein Sohn schlug, schrie, kratzte und ich bin mir sicher, hätte er von irgendwoher Zähne bekommen, er hätte auch gebissen. Das geballte Nähkränzchen wandte sich erst diesem schreienden Ungeheuer dann mir zu und rief vorwurfsvoll aus: "Ja, was HAT es denn?" Pff, das hätte ich auch gerne gewusst. Und als wäre die Ungeheuerbändigung nicht schon schlimm genug, begannen zehn kompetente Omas zu debattieren, was meinem Sohn fehlen könnte, nicht ohne mir lautstark mitzuteilen, was meinem Sohn sicherlich fehlte. "Hat es Hunger?" Diese Möglichkeit besteht prinzipiell immer. "Ja, haben Sie NICHTS dabei?" Doch, zwei wohlgeformte Zapfsäulen, aber die werde ich hier sicher nicht auspacken. "Ist die Windel voll?" Auch diese Möglichkeit besteht prinzipiell immer. "Ja, da müssen Sie ihn frisch anziehen." Ok. Gut. Und wo? Der Zug ist so voll, dass es keinen Stehplatz mehr gibt. Aber das Beste war: "Ist es ein Junge? Dann müssen Sie ihm Socken anziehen. Jungs sind in den ersten sechs Wochen sehr empfindlich. Glauben Sie mir, ich habe zwei Söhne und zwei Enkelsöhne aufgezogen. Sie müssen ihm Socken anziehen." Socken?! Mein Blick muss das Nähkränzchen herausgefordert haben. Plötzlich greifen zwanzig Hände nach den nackten Füßen meines Sohnes und rufen verblüfft aus: "Er hat ja ganz warme Füße." Sowas! Mein Sohn hat an einem heißen Sommertag in einem überfüllten, nicht klimatisierten Zug warme Füße. Ein Phänomen. Aber unter uns, ich weiß schon, warum er getobt hat. Ganz ehrlich, wer würde nicht in einem überfüllten und überhitzen Zug inmitten von einem grabschenden und debattierenden Nähkränzchen schreiend um sich schlagen?
PS: Mein Sohn ist mein Vorbild!
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9.
Habe heute akuten Fall von Kindsmissbrauch aufgedeckt. Bitte um mannigfaltige Unterstützung solche Unanständigkeiten zukünftig zu unterbinden.
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8.
Gestern war also sein großer Tag. Er wurde in die Gesellschaft aufgenommen. Leider haben sich alle geweigert mir ein Spanbaby zu servieren. Sie haben ihn lieber gurrend und tüddelnd rumgegautscht. Er ging von Arm zu Arm. Gerade mal zum Stillen habe ich ihn zurückbekommen, aber auch nur unter Argusaugen, denn kaum hatte der letzte Tropfen die Brust verlassen - schwupp! - baumelte Jakob sich schon wieder begurrt und betüddelt durch die Gegend. Und was hat der freche Kerl gemacht? Er hat gepennt. Er hat den ganzen Tag kein einziges Mal den Mund aufgemacht, außer zum Saufen. Und alle dachten, ach Gott, ist der aber lieb. Jaha, er hat ja auch die ganze Nacht davor durchgemacht, Party von neun bis neun, durchgezecht hat der Knabe, gesoffen, was das Prolaktin aus Hirn und Brust rausholen konnte. Der hat nur seinen Rausch ausgeschlafen. Aber sag das mal einer gurrenden Tüddeldame. Prolaktin macht Gott sein Dank nur dement. Das Gurr-und-Tüddel-Hormon muss das Hirn offensichtlich komplett ausschalten. Zurück im heimatlichen Bett ging es dafür wieder rund. Sein Bett gurrte und tüddelte ihm wohl zu wenig. Also Mama, dann mach du mal. Habe mir zwei Kopfkissen über die Ohren geklemmt. Wer rät, wer von uns beiden, mein Sohn oder ich, den Kürzeren gezogen hat, bekommt einen Lolli.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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7.
Er beißt. Dieser Mistkerl beißt. Mein zahnloses Neunpfundmonster hat es geschafft, mir einen Hautfetzen aus meiner Brust zu beißen. Ein Aha-Erlebnis. Denn seitdem wir es endlich geschafft haben, ohne Hütchen zu stillen, bin ich jedes Mal fast an die Decke gesprungen vor Schmerzen. Ein völlig widernatürlicher Wahnsinn. Die Garantie auf totale Regression der Mutterliebe. Was für Schmerzen. Und was für Tips! Von Kalziumtabletten über warme Waschlappen zur "richtigen" Anlegetechnik. Und natürlich hochgezogene Augenbrauen: "Naja, ein bisschen weh tuts halt schon auch am Anfang. Da muss man durch." Ein bisschen ist gut. Hautfetzen rausbeißen! Will also hier mal dem ganzen erfolgreich stillenden und auch sonst perfekten Weltmuttertum mitteilen: Es gibt Kinder, bei denen helfen weder Waschlappen, noch Kalziumtabletten, noch Anlegetechniken. Das einzige, was hilft, ist ein Maulkorb!
PS: Ich liebe meinen Sohn!
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6.
Er hat es getan. Mein Sohn ist ein autoaggressiver Selbstvestümmelungsfanatiker. Mit seinen rasierklingenscharfen Minifingernägeln hat er sich das rechte Augenlid zerkratzt. Jetzt gucken mich die ganzen Hausfrauen in der Supermarktkassenschlange immer ganz furchtbar vorwurfsvoll an. Wusste mir nicht mehr zu helfen. Habe mit meinem alten schwarzen Kajal auf seine Stirn: "Er wars!" geschrieben. Sie glauben mir nicht. Muss ihm unbedingt eine Augenklappe besorgen.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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5.
Seit Montag kann ich regelmäßig Zeuge der Verdauungstätigkeit meines Sohnes werden, und zwar auf sehr haptische und olfaktorische Weise: Er ist zum Kotzbrocken mutiert. Zum Kotzbröckchen eher. Wahrscheinlich hat er sich heimlich die Europawahlergebnisse reingezogen. Der arme Kerl. Und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass sich meine Muttermilch in meinem Sohn in eine Art autopoietisch anwachsendem Hüttenkäse verwandelt und ihn intragastral so lange malträtiert, bis er hinausgeworfen wird und draußen die frische Luft verpestet. Aber, schuld daran ist wohl doch die FDP. Bedenken Sie das, wenn Sie das nächste Mal zur Wahl gehen, oder die Wahl boykottieren. Bedenken Sie, was Sie meinem Sohn damit antun!
PS: Ich liebe meinen Sohn (meistens).
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4.
"Was isch des? N Kind? Isch des n Kind?! Des verschticken Sie ja! Sie verschticken ja ihr Kind!!!"
Die Frau, die der sympatischen Überzeugung war, dass ich meinen kleinen Schreihals dezent zum Schweigen bringen wollte, und die sich - ihrer immer lauter und schriller werdenden Stimme nach zu urteilen - stellvertretend um seinen Platz bewarb, versuchte sich mit ihrem durchdringenden Organ bei den umstehenden Mitbahnern Gehör wider mich Rabenmutter zu verschaffen, die ich es wagte, mein Kind im Tragetuch fortzubewegen. Wer in Karlsruhe mit Kinderwagen in die S1 gestiegen ist, weiß das Tragetuch zu schätzen, v.a. wenn der Zwerg noch jenseits der 4-Kilo-Marke ist. Die Mitwartenden ließen sich daher nicht zu einem Zwergenaufstand mobilisieren, so laut die Dame auch verkündete, dass ich mein Baby ersticke. Selbige Dame stieß mich übrigends beim Einsteigen rüde zur Seite und sprang (sic!) auf den einzigen freien Platz, während durch die Lautsprecheransage noch zu hören war: "...Ihren Sitzplatz bitte mobilitätseingeschränkten Fahrgästen." Ich denunziere nicht gern. Aber diese Frau trug ein Gebiss, dass durch den lippenlosen Mund nur unzureichend vor zu starker Ozoneinwirkung geschützt war. Ich habe nachts von diesem Gebiss geträumt. Es hatte Hautkrebs. Bruha!
PS: Ich liebe meinen Sohn!
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3.
Wer sagt, dass Kinder unschuldig sind, ist noch nie gefoltert worden. Stecken Sie sich alle zwei Stunden glühende Nähnadeln in die Brustwarzen. Ja, auch nachts. Alle zwei Stunden. Und dann bleiben Sie eine Stunde wach und kratzen Sie gut gelaunt anderer Leute Ausscheidungen aus Hautfalten, von denen Sie schwören können, dass es sie eine Stunde vorher noch nicht gegeben hat. Das ist Mutterglück.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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2.
"Ach Gott, ist der süüüß!"
Soso. Gut. Danke. Man muss sich dessen immer mal wieder bewusst werden. So ein Baby ist was Nettes. Man vergisst das manchmal. Vor allem dann, wenn zum dritten Mal treffsicher gekotzt wird. Drei Mal frische Kleider für mich, drei Mal frische Kleider für das süße Baby. Wenigstens schreit der Teppich nicht beim Abschrubben.
PS: Ich liebe meinen Sohn.
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1.
Die maximale Dezibelstärke ernährungsbedingter Mangelsignale steht in reziprokem Verhältnis zum physischen Ausmaß ihres Erzeugers.
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